Fairer Yuan-Kurs könnte Deutschlands Wirtschaft Milliarden bringen

Eine faire Aufwertung des Yuan könnte das deutsche BIP um über 40 Milliarden Euro steigern und Handelsungleichgewichte reduzieren, zeigt eine IW-Studie.

    Key details

  • • Eine 40-prozentige Aufwertung des Yuan könnte Deutschlands BIP in drei Jahren um über 40 Milliarden Euro steigern.
  • • Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China liegt bei etwa 90 Milliarden Euro aufgrund der künstlich niedrigen Yuan-Bewertung.
  • • IW-Experte Jürgen Matthes kritisiert Chinas Währungsmanagement als unfair und fordert Ausgleichszölle in Europa.
  • • Eine faire Yuan-Bewertung würde auch Chinas Wirtschaft besser ausbalancieren, trotz kurzfristiger Exportrückgänge.

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass eine faire Bewertung des chinesischen Yuan das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) binnen drei Jahren um mehr als 40 Milliarden Euro steigern könnte. Die Simulation, die vom Auswärtigen Amt gefördert wurde, geht von einer hypothetischen 40-prozentigen Aufwertung des Yuan aus, die als faire Bewertung gilt. Dies würde das preisbereinigte BIP in Deutschland und dem Euroraum bis 2028 um bis zu 0,3 Prozent erhöhen und den Gewinn für Deutschland in den Jahren 2026 bis 2028 auf rund 43 Milliarden Euro anwachsen lassen.

China hält den Yuan seit Jahren absichtlich niedrig, um die eigenen Exporte zu verbilligen. Diese Unterbewertung hat das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China auf etwa 90 Milliarden Euro anwachsen lassen, da Importe aus China steigen und deutsche Exporte nach China zurückgehen. IW-Experte Jürgen Matthes kritisiert Chinas Währungsmanagement als unfair und schädlich für den freien Handel und fordert von Europa Ausgleichszölle, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

Die Studie betont, dass eine faire Yuan-Bewertung auch China zugutekommen würde, da eine Aufwertung die exportlastige und konsumschwache chinesische Wirtschaft besser ausbalancieren könnte. Zwar würden chinesische Exporte kurzfristig sinken, doch eine gesteigerte Inlandsnachfrage und niedrigere Preise durch mehr heimische Warenproduktion könnten die Effekte ausgleichen. Bis 2028 könnte Chinas Wirtschaft so fast das aktuelle Niveau mit der unterbewerteten Währung erreichen.

Insgesamt deutet die Analyse darauf hin, dass eine gerechtere Währungsbewertung nicht nur Deutschland signifikante wirtschaftliche Vorteile bringt, sondern auch zu einer ausgewogeneren Wirtschaftsstruktur Chinas beitragen könnte.

This article was translated and synthesized from German sources, providing English-speaking readers with local perspectives.

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